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Störfeldsanierung Kiefer

N I C O 

steht für Neuralgia inducing cavitational osteonecrosis. Darunter versteht man chronisch entzündliche Bereiche im Kieferknochen. Diese Osteolysen oder auch ischämische Osteonekrosen im Kiefer stellen ein typisches Störfeld dar, gehören also in die Kategorie der neuromodulativen Trigger.

Diese chronischen Erweichungen im Kieferknochen sind ein Phänomen, das leider von weiten Bereichen der Schulmedizin respektive Zahnheilkunde bis heute noch nicht ausreichend wahrgenommen wird. Das ändert sich in letzter Zeit. Mehr und mehr Kliniken/Therapeuten werden aufmerksam und nehmen die gesundheitlichen Auswirkungen dieser Kieferosteonekrosen ernst. Diese Kieferentzündungen wurden von dem amerikanischen Pathologen Professor Bouquot als Neuralgie induzierende hohlraumbildende Osteonekrosen (NICO) bezeichnet, weil sie häufig auch unspezifische Gesichtsschmerzen auslösen.

NICO’s sind Areale im Kiefer, die durch eine Mangelversorgung in Form einer Stoffwechselstörung zu fettig-degenerativen Knochen führt. In der Regel stellen sich NICO’s als fettige Klumpen dar, die aus dem Markraum des Kieferknochens leicht auszulöffeln sind. Diese degenerierten Fettzellen in NICO-Arealen bilden Entzündungsbotenstoffe (Zytokine/Chemokine), die ebenfalls als Störfeld auf andere Organe wirken und dort mit entzündlichen Gelenkbeschwerden, Brustkrebs, Hashimoto, Multiple Sklerose und anderen Tumoren in Verbindung gebracht werden. NICO´s entstehen hauptsächlich nach Entfernung von Zähnen, insbesondere von Weisheitszähnen und können daher in jedem zahnlosen Bereich auftreten. Die Ursache hierfür ist ein Vitamin- und Nährstoffmangel in der Wachstumsphase Jugendlicher oder junger Erwachsener einhergehend mit einseitiger Ernährung : Vitamin D3, Zink, Magnesium und Omega 3 Fettsäuren. Der Körper ist durch diese Mangelsituation mit Heilungsvorgängen häufig überfordert. Er ist nicht in der Lage, neues gesundes Gewebe aufzubauen, da schlicht und einfach die Nährstoffe dafür fehlen. Die NICO ist also ein Symptom für ein vorhandenes Nährstoffdefizit.

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gesunder Knochen                                                                                                  kranker Knochen

Zur Verkennung der NICO als krankmachende Veränderung des Kieferknochens trägt sicher die Problematik ihrer Röntgendarstellung bei. Ein normales Röntgenbild zeigt die NICO nur begrenzt. Durch die Einführung der digitalen Volumentomographie (DVT) ist ein Verfahren verfügbar, das die Strukturen im Bereich einer NICO mit größerer Verlässlichkeit darstellt. 

Für die perioperative Unterstützung der Knochenregenration hat sich ein Bone Healing Protkoll (BHP nach Dr. Nischwitz) bewährt, das wir bei allen chirurgischen Eingriffen bereits im Vorfeld zur Unterstützung der körpereigenen Regeneration einsetzen. Mindestens zwei Wochen vor der geplanten OP ist es von entscheidender Bedeutung, die Nährstoffe nach dem Protokoll einzunehmen.

Die Therapie besteht in der vollständigen chirurgischen Entfernung dieser entzündlich veränderten Areale und anschließender Desinfektion mit Ozon. In unserer Zahnarztpraxis in Hamm hat sich die Einlage einer aus Eigenblut gewonnenen A-PRF®-Membran (Platelet Rich Growth Factors) nach Professor Choukroun bewährt. Das frisch entnommene, venöse Blut des Patienten wird für ungefähr acht Minuten zentrifugiert und daraufhin aktiviert. Nach 10 Minuten ist die Membran zur Einlage fertig. Die PRF®-Technology ist zu 100 Prozent autologen Ursprungs und dadurch vollständig biokompatibel. 

 

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